Dienstag, 15. März 2011

Verbotene Stadt und Temple of Heaven (Tag 2 Beijing)


Hi there,
und geht es immer noch gut, bekommen hier von Japan eigentlich kaum was mit. Informieren uns ausschließlich über die Internetseiten der Zeit und Welt. Momentan sieht es aber nicht danach aus das für uns irgendeine Gefahr besteht.

Wundervolle Atmosphäre, angenheme Stille in der sonst so lauten Stadt
Der zweite Tag in Beijing begann relativ früh. Nach einer überaschenderweise sehr guten Nacht auf den harten Betten waren wir morgens um 6 Uhr aufgestanden, da wir bereits um 7:30 von unserem Fahrer abgeholt wurden.
Auf unserem Weg zur verbotenen Stadt sammelten wir dann unseren Tour Guide und einen weiteren Westler ein. Miguel kommt aus Chile und war geschäftlich in China und hat anschließend noch ein paar Tage Urlaub gemacht. Wirklich ein netter Kerl mit dem wir uns die Tage darauf auch noch mal zum Abendessen getroffen haben.

An den goldenen Türknöpfen reiben bringt Glück



 
Nach einer kurzen Einweisung über das korrekte Verhalten auf der Tour (keine Sachen von den Straßenhändlern kaufen, auf Geldbörse etc. aufpassen) wurden wir dann am Hintereingang zur verbotenen Stadt abgesetzt. Von außen war es mit seinen großen Mauern und Wachtürmen schon ein beeindruckender Komplex (700.000 qm). Der Wassergraben rings um die verbotene Stadt war auf Grund der niedrigen Temperaturen noch immer eingefroren. Nach einem kurzen Security Check haben wir den Komplex betreten. Dadurch, dass wir in den Hintereingang gegangen sind, haben wir an einer recht Menschenleeren Stelle mit der Tour begonnen. Der Lärm der umliegenden Stadt war innerhalb des Komplexes kaum zu hören. Man fühlte sich als wenn man an einem anderen Ort ist, fern einer Millionenstadt. Die alten Wege und Gebäude wurden im Zuge der olympischen Spiele überwiegend restauriert. Die Malereien an den Türen und das viele „Gold“ sahen schon beeindruckend aus. In den Höfen standen Bäume die zum Teil über 100 Jahre alt sind und man fand keinerlei Abfall auf den Boden. Überall sah man Reinigungskräfte die Besen aus kleinen Ästen die Wege säuberten.
Prachtvoller Keramikziegel
Die Prunkvollen Dächer der Gebäude und Pagoden sind an den Ecken mit Figuren bestückt. Die Anzahl der Figuren gibt Ausschluss über die Bedeutung des Gebäudes. Die maximale Anzahl ist 9 was für ein sehr wichtiges Gebäude steht wie z.B. eine Residenz des Kaisers. Jeder einzelne Dachziegel ist mit einem Symbol (meistens der Drache) bestückt.
An einer Treppe wurde uns dann der größte Marmorblock der ganzen Stadt gezeigt. In ihm war ein sehr detailliertes Relief eingearbeitet. Der Block wiegt über 200 Tonnen und wurde aus Südchina bis nach Beijing transportiert. In der Hinsicht war der Chinese schlau und hat bis zum Winter gewartet. Hat dann Wasserwege angelegt und gewartet bis diese einfroren um dann den Marmorblock darüber zu schieben.
In der Mitte zwischen den beiden Treppenreien der riesige, verzierte Marmorblock

Nach einem kurzen Gang über den Tian’anmen-Platz sind wir dann zu einem chinesischen Restaurant gebracht worden in dem wir uns stärken konnten. Im Anschluss ging es dann zu einem Seidehersteller. Es wurde kurz erklärt wie Seide hergestellt wurde um uns dann in die Verkaufshallen zu schleppen. Kein Wunder warum dieser Abstecher eigentlich nicht auf dem Plan stand. So verdient sich der Guide ein paar RMB zusätzlich...

Wieder im Bus ging es dann los zum Temple of Heaven. Da unser Guide immer einen recht schnellen Schritt an den Tag legte und ich nebenbei versuchte gute Bilder zu machen habe ich nicht alles mitbekommen was sie uns so wissenswertes erzählte, es war jedenfalls beeindruckend was vor so langer Zeit schon alles mit genügend Sklaven bzw. Ausbeutung von Menschen zu errichten war. Das Einzige was mir noch einfällt ist das dort der Kaiser hinkam um für eine gute Ernte zu beten, ein Ritual dem heutzutage noch immer viele Chinesen nachkommen.

Zurück im Hotel  hatten wir dann auch nur kurz Zeit zum verschnaufen. Mussten uns zügig fertig machen da wie noch zum Essen und feiern mit Max verabredet waren. Max ist ein Freund den ich noch aus Schulzeiten kannte. Haben uns die letzten Jahre aus den Augen verloren und durch Zufall über Facebook wieder Kontakt zueinander gefunden. Max macht im Moment ein Auslandsjahr/Praktikum im Hilton Beijing. Er wollte uns an diesem Abend in die chinesische Küche einweihen und uns danach das Clubleben in Beijing zeigen.
Wie der Abend endete wird im kommenden Post erzählt ;).

Bis dahin,
liebe Grüße
Keno und Marvin

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