Montag, 21. März 2011

Lama Tempel und Jingshan Park (Beijing Tag 5)

Straßenzug vor dem Lama Tempel
Am fünften Tag entschieden wir uns dazu Beijing mal zu Fuß und nicht mit der U-Bahn zu erkunden. Ausgangspunkt für unseren strammen Marsch war der Lama-Tempel im Norden des inneren Stadtgebietes. Schon vor der Tempelanlage wunderten wir uns über die zahlreichen kleinen Läden die alle! eine imense Auswahl an Räucherstäbchen anboten. Wir sahen Chinesen die Tütenweise Räucherstäbchen kauften, im Inneren der Tempelanlage sagen wir dann auch warum.



Der Lama-Tempel ist ein wunderbarer Ort der Ruhe, man glaubt gar nicht, dass Chinesen so andächtig und entspannt sein können. Der Tempel selbst ist in mehrere auf einander folgende Höfe unterteilt. In jedem Innenhof befindet sich ein Buddha-Schrein an dem gebetet und Räucherstäbchen (z.T. in Massen) geopfert werden. Die unterschiedlichen Buddha-Statuen sind viele hundert Jahre alt, die beeindruckendste war jedoch die im zentralen Heiligtum, mit 18 Metern Höhe. Nach einigen Gebeten für unsere Liebsten machten wir uns wieder auf den Weg hinaus in die Stadt.
Einer der Innenhöfe des Lama Tempels


Keno dreht eine Gebetsmühle
Der Weg führte uns in Richtung Süden, unser Ziel: Der Park hinter der verbotenen Stadt.
Wir wanderten vorbei an kleinen Gassen, die im chinesischen als Hutong bezeichnet werden. In diesen Gassen werden Waren und Dienstleistungen verschiedenster Natur angeboten und kommen dem „alten“ Beijing noch sehr nahe, graue Mauern kleine Läden und Häuser mit Innenhöfen. Nach ca. 5km Fußmarsch erreichten wir dann endlich den Jingshan Park.

Ausblick auf die verb. Stadt vom Gipfel des Jingshan Parks
Dieser Park erstreckt sich um und über einen großen Hügel, welcher aus dem Aushub des Wassergrabens der verbotenen Stadt besteht. Er wird auch als Coal-Hill bezeichnet, da in früheren Zeiten hier die Kohle für den kaiserlichen Palast gelagert wurde. Auch hier wurden wir erneut überrascht, wenig Menschen und sehr ruhig war es. Einige Senioren machten ihre Taichiübungen und andere saßen in der Sonne und spielten für uns unverständliche Brettspiele. Unser Weg führte uns auf den „Gipfel“ des Hügels, welchen wir nach gefühlten 1000 Stufen auch erreichten. Von hier hatten wir einen erhabenen Ausblick über die nähere Umgebung. Die verbotene Stadt erstreckte sich zu unseren Füßen in Richtung Süden, auch der angrenzenden Tian’anmen Platz war zu erkennen. Im Osten und Norden ragten am Horizont die Gebirgszüge des mongolischen Hochplateaus auf...und drumherum die Skyline von Beijing.

Geschmückter Baum auf der Gipfel-Pagode des Jingshan Parks, im Hintergrund die verbotene Stadt
Tian'anmen Platz und das Denkmal der Helden des Volkes
Anschließend ging es dann noch einmal zum Tian’anmen Platz. Bei unserem ersten Besuch hatten wir nicht die Zeit die Atmosphäre dieses historisch bedeutungsvollen Platzes zu erfassen. Mit seinen fast 40 Hektar ist der Platz (vor dem Tor) des Himmlischen Friedens angeblich der größte befestigte Versammlungsplatz der Welt und hat ein Fassungsvermögen für 1 Millionen Menschen. Ob der Chinese da nicht ein wenig übertreibt vermag ich nicht zu beurteilen, jedoch, dass der Platz wirklich unglaublich groß und weitläufig sowie sehr beeindruckend ist. Pünktlich zum Sonnenuntergang machten wir uns wieder auf den Heimweg um noch ein paar köstliche Nudeln bei unserem Stammrestaurant in der Nähe unseres Hotels zu essen. Denn wir sollten unsere Kräfte noch brauchen. Das Ziel für den nächsten Tag: Die Große Mauer bei Badaling...

So long...
Keno & Marvin

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