Mittwoch, 8. Juni 2011

Der Weg zum Everest Tag 1

Nach langer Zeit poste ich nun auch mal wieder etwas zu unserer weiteren Reise im Summerbreak. Momentan ist Klausurphase bei uns, so dass ich viel lerne und nebenbei noch Essays schreiben muss. Samstag, Sonntag und Montag stehen die Klausuren an, drückt mir die Daumen, manche Fächer haben es echt in sich...

Nach dem wir Lhasa verlassen haben machten wir uns auf den Weg zum Everest Basecamp. Vor uns lagen 2 Reisetage über mehr oder weniger befestigte Straßen. Begleitet wurden wir von unserem Guide bzw. beiden Guides (Jigme betreute eine andere Gruppe, war aber auf dem gleichen Weg wie wir), sowie einem Fahrer.

Am ersten Tag ging es schon in den frühen Morgenstunden los, da eine en Baustelle auf dem ersten Stück zu passieren gab. In China ist es nicht unüblich auch mal ein gesamtes Teilstück für 6 Stunden zu sperren. Eigentlich kein Problem, wenn es nicht gerade die einzige Straße weit und breit ist. Allerdings waren wir noch vor den Bauarbeitern da, so dass wir ohne Probleme vorbei kamen. Schon nach einer Stunde Fahrt konnten wir die Landschaft genießen, auch wenn wir manchmal durch recht üble Schlaglöcher durchgeschaukelt wurden (deswegen anscheinend auch die Straßenarbeiten). In dieser Hinsicht machte sich und Geländejeep (es war ein echter, kein SUV) schon bezahlt.

Auf die Bilder klicken um sie in Orginalgröße zu sehen und die geniale Landschafte zu genießen...
Shigatze
Das Etappenziel für den ersten tag war Shigatze, die zweitgrößte Stadt in Tibet. Wie hielten an den zahlreichen Sightseeing spots. Ob es der Yambrock Lake (einer der heiligen Seen) war, ein Gletscher (in über 5200m höhe) oder einfach nur Hochpässe von denen man einen wunderbaren Blick über die Landschaft hatte. Es ist schwer das erlebte mit Worten zu beschreiben und selbst die Fotos können nur zum Teil die atemberaubende Landschaft Tibets wiedergeben. Ich bin jedoch froh, dass ich eine Spiegelreflexkamera mit habe, bei solchen Bildern hätte ich mich Schwarz geärgert hätte ich sie mit meiner kleinen Digicam machen müssen.

Der höchste Punkt unserer gesamten Tour 5248 Meter
Zwischen Lhasa und Shigatze machten wir dann noch in Gangtze (ich hoffe ich schreibe die ganzen Namen richtig) halt, um uns für die Weiterfahrt zu stärken. Gangtze ist ein kleines Kaff, was eigentlich nur aus einer Straße besteht. Dennoch haben wir ganz gut gespeist. Es ist wirklich interessant wie sehr man sich in Tibet auf ein leckeres Essen freuen kann. Allerdings freut man sich nach einer solchen Tour am Abend um so mehr auf eine westliche Toilette im Hotel. Unterwegs gab es nur chinesische Toiletten, also Plumpsklos ohne fließend Wasser, die in der Regel auch nur aus einem Loch im Betonboden und einer darunterliegenden Auffangfläche bestehen. Diese werden in der Regel auch nie sauber gemacht und die Auffangfläche nie „geleert“. Wenn man so etwas noch nie gesehen und gerochen hat kann man sich auch nicht wirklich vorstellen wie verwöhnt man eigentlich ist was das angeht. Keno und ich waren zu dem Zeitpunkt jedenfalls ein weiteres Mal froh, dass wir männlich sind und uns nicht darüber hocken mussten. Ich Habe Fotos gemacht, werde diese aber nicht hochladen. Wer sie wirklich sehen möchte kann mir gerne später bescheid geben. Ich übernehme jedoch keine Verantwortung über spätere Folgen.


Am frühen Abend kamen wir dann in Shigatze an. Nachdem wir unsere Sachen im Hotel untergebracht haben besuchten wir dann ein hiesiges Kloster. Allerdings sparten wir uns den Eintritt, mittlerweile kennen wir Klöster zu genüge, zumal die meisten von innen fast identisch aussehen. Des Weiteren sind die Eintrittspreise in Tibet wesentlich höher als in China. Auch hier weis die chinesische Regierung wie sie an ihr Geld kommt. Nachdem wir zu Abend gegessen haben machten wir uns dann noch auf den Weg die Stadt zu erkunden. Allerdings muss man sagen, das Shigatze die hässlichste Stadt ist die ich jemals gesehen habe. Das liegt überwiegend daran, dass die gesamte Stadt momentan eine riesige Baustelle ist. Wirklich jeder Bürgersteig ist aufgerissen, so dass man nur über Schutt läuft. Da bei Abrissarbeiten in China kein Wasser gegen die Staubbildung benutzt wird, merkte man bei jedem Atemzug den aufgewirbelten Staub in den Lungen. In Shigatze begann dann auch mein Husten, ich dachte dass es zuerst nur an dem Staub lag, jedoch stellte sich später heraus, dass es eine Mischung aus Staub und Höhenkrankheit war.
Die Sonnenstrahlen brechen in der Atmosphere...




Soviel zu unserem ersten Reisetag zum Everest.

Bis Bald...
Keno und Marvin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen